Ein Garten zum Anschauen oder Mitmachen in Großenseebach
Begründet wurde die Permakultur in den 1970er Jahren von den beiden Australiern Bill Mollison und David Holmgren. Als Gegenentwurf zu großflächigen Monokulturen mit beträchtlichem Einsatz von Pestiziden entwickelten sie sich selbst regulierende landwirtschaftliche Systeme. Grundlage der Permakultur ist das Wirtschaften in Kreisläufen, z.B. gibt es keine Abfälle, sondern Pflanzenreste werden kompostiert oder Gehölzschnitt zu einer Benjeshecke aufgestapelt.
Permakultur geht aber über den reinen Anbau von Obst und Gemüse hinaus. Ihre Grundlage umfasst drei ethische Grundsätze:
Achtsamer Umgang mit der Erde
• Neue Lebensräume schaffen
• Ressourcenschonend arbeiten
• Klimaregulierend planen und bepflanzen
• Unkraut und Schädlinge als Teil des Ökosystems sehen
• Keine chemischen und konzentrierten biologischen Mittel verwenden
• Würdevoller Umgang mit der Natur
Achtsamer Umgang mit den Menschen
• Sich selbst und andere nicht überfordern oder einengen
• Nachbarn mit einbeziehen
• Kooperationen aufbauen
• Würdevoller Umgang mit sich selbst und seinen Mitmenschen
Selbstbegrenzung und Überschussverteilung
• Nahrung im eigenen Garten anstatt auf anderen Kontinenten anbauen
• Regionales fördern und verwenden
• Rohstoffe möglichst aus dem eigenen Garten beziehen
• „Abfälle“ im Garten belassen und nutzbringend verwenden
• Sich überlegen, was man wirklich braucht
• Tauschhandel betreiben und Überschüsse abgeben
Quellen: Jonas Gampe, Permakultur im Hausgarten, ökobuch, 2021
Sigrid Drage: Permakultur, Löwenzahn-Verlag 2019
